Zeitraum:
22. Januar bis 19. Februar 2026
Österreichisches Filmmuseum
Augustinerstraße 1
1010 Wien
Die Retrospektive zeigt sechs Programme aus der Zeit des Neuen Deutschen Films, die vor 1988 hergestellt wurden, und sieben Programme aus jüngster Zeit. Die Struktur der Ausstellungen hat auf die neuen Filme sichtbaren Einfluss. Sie beruht auf dem Prinzip der Konstellation, also des Zusammenhangs der Bilder. Das kann die Form von Filmsammlungen in Längen von bis zu zehn Stunden annehmen, wie in der Produktion Nachrichten aus der ideologischen Antike (2008), das Eisensteins nicht realisiertes Projekt einer Verfilmung des Kapital von Karl Marx mit Mitteln unserer Zeit aufgreift. Konstellation ist aber auch das Ineinandergreifen von Text, Bild, Musik und Wissenschaft (Mathematik). Das sind völlig verschiedene Bereiche, von denen aber jeder eine eigene Perspektive besitzt. Gemeinsam erlauben sie Vielfalt und diese ist im Grunde einfach. Der „Erzähler Wirklichkeit“ teilt sich die ganze Zeit über in Konstellationen mit und wir Menschen in unserer Emotion, in unseren Öffentlichkeiten und in der denkerischen Orientierung antworten ebenfalls in ähnlicher Vielfalt. Der neueste abendfüllende Film von Alexander Kluge heißt deshalb auch Primitive Diversity (2025).
Weitere Informationen zur Retrospektive auf der Webseite des Österreichischen Filmmuseums
Der Idee einer Theateraufführung folgend inszeniert Alexander Kluge eine Ausstellung, in der er Videostationen als Akteurinnen einsetzt und Gipsabgüsse aus der Glyptothek der Kunstsammlungen der Akademie der bildenden Künste mit ihnen in Beziehung setzt.
6. bis 24. Februar 2026 / Eröffnung: 5. Februar, 18 Uhr
Prospekthof, Atelierhaus, Akademie der bildenden Künste Wien, Lehárgasse 8, 1060 Wien
Weitere Informationen zu Ausstellung und Begleitprogramm: www.akbild.ac.at
